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Auf Wiedersehen!

         Sie sind herzlich willkommen

auf der Homepage der

nach DDR-Gesetzen geschiedenen Frauen! 

 

 

Wer sind wir? 

Wir sind Frauen, die nach DDR-Recht geschieden wurden, und deren Rentenansprüche durch die Wiedervereinigung grundlegend geändert wurden. 

Nach einer Übergangszeit mit einem Rentenüberleitungsgesetz (RÜG)* beseitigte der Gesetzgeber mit Anwendung des Sozialgesetzbuches VI (Westrentenrecht) ab 01.01.1997 den Eigentums-, Bestands- und Vertrauensschutz für Alterssicherungsansprüche der Frauen aus der DDR. Es bewirkte damit verminderte Versicherungsrenten und insbesondere frauenspezifische Diskriminierung! 

* zur Rentenüberleitung auch bei "Oft gestellte Fragen"

Nachdem viele engagierte Frauen vergeblich im Alleingang versucht hatten, auf die Ungerechtigkeiten, die unsere Rentenberechnung betrifft, aufmerksam zu machen, haben wir uns 1999 im Verein der in der DDR geschiedenen Frauen e.V. zusammengeschlossen. 

 

Worin besteht die Ungerechtigkeit? 

Nach geltendem Recht der BRD finden für uns weder die besonderen Regelungen für Frauen in der DDR noch Regelungen der Bundesrepublik Deutschland für Geschiedene, u.a. Versorgungsausgleich oder Geschiedenen-Witwenrente, Berücksichtigung.

Bei den Vorteilen, die Frauen beim Erwerb von Rentenanwartschaften in der DDR hatten, waren sie nicht auf einen Versorgungsausgleich angewiesen. In der BRD und dem West- Rentenrecht ist das anders. Solche Vorteile speziell für Frauen gibt es nicht, geschweige denn Arbeit zu gerechter Bezahlung. 

Den geschiedenen Frauen steht deshalb ein angemessener finanzieller Ausgleich zu, denn durch diese Regelungen sind insbesondere geschiedene Frauen in den neuen Bundesländern hinsichtlich ihrer Versorgungssituation wesentlich schlechter gestellt als Frauen in den alten Bundesländern, da sie z.B. von dem Teilhaben an Rentenanwartschaften des früheren Ehemannes vom Gesetzgeber ausgeschlossen wurden. 

 

Was wollen wir? 

Ziel des Vereins ist, die Bundesregierung zur Anerkennung der Lebensleistung für die in der DDR geschiedenen Frauen mit  Nachteilausgleich für die Familienarbeit  mit einem  angemessenen finanziellen Betrag auf die Rente analog der Bewertung der westdeutschen geschiedenen Frauen zu bewegen. Dazu könnte  eine  Regelung  außerhalb des geltenden Rentenrechts getroffen  werden, welche aus Steuermitteln zu bezahlen wäre.

 

 

Was tun wir? 

Wir haben im Jahr 2011  dem UN-Ausschuss zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frauen (UN-CEDAW) unsere Argumentation und Dokumente zu unserem Anliegen eingereicht. Mit der Einreichung wollen wir eine Prüfung im Rahmen eines Untersuchungsverfahrens durch UN-CEDAW erreichen. Damit nehmen wir internationales Recht in Anspruch. Eine Arbeitsgruppe von CEDAW bearbeitet und untersucht seitdem unsere Sache. Im Jahr 2015 noch erwarten wir die Veröffentlichung des Ergebnisses. Das soll bewirken, dass unsere Rechtsansprüche endlich umgesetzt werden.

Außerdem suchen wir weiterhin Gespräche mit allen Politikern sowie Kontakte zu den Medien, um unsere Rechte  einzufordern.  

 

                            "Wenn Unrecht zu Recht wird,

                             wird Widerstand zur Pflicht"

                                    (Bertolt Brecht)

  

 

 

Verein der in der DDR geschiedenen Frauen